Alles Cloud? Die Qual der Wahl… (Teil 1)

Bei der Wahl nach einem belastbaren (Public-)Cloudanbieter im Enterprise-Bereich mit breitem Portfolio landet man sehr schnell bei den 3 dominanten Spielern AWS, Google und Microsoft.

AWS

Als reiner Cloud-Anbieter steht Amazon Web Services seit der Gründung im Jahr 2006 ungeschlagen mit einer breiten Palette an IAAS, PAAS und SAAS-Diensten zur Verfügung. Der Umsatz von AWS lag im Jahr 2016 bei ca. 12,2 Milliarden USD bei einer kommunizierten Marge von 26 Prozent.

Microsoft

Microsoft stellte Azure als Technology Preview im Jahr 2008 vor, real verfügbar war Azure dann im Jahr 2010. Office 365 wurde nach dem gescheiterten Anlauf des Vorgängers BPOS Mitte 2011 vorgestellt.

Der direkte Vergleich hinsichtlich der Umsätze ist hier nicht ganz fair. Microsoft trickst hier indem alle Umsätze aus dem erweiterten SAAS-Bereich mit hinzugerechnet werden – Office 365 bzw. das Produkt Office 365 Pro Plus – sprich die über die Cloud per Click2Run verteilbare On Premise Version seiner allbekannten Office-Suite. So werden Dienste aus Azure und Office 365 vermengt – daraus vermeldet Microsoft einen Umsatz von 8,2 Milliarden USD. Um hier vergleichbar zu sein müsste man die Umsätze von Azure und Office 365 trennen – dies kommuniziert Microsoft jedoch nicht. Margenzahlen werden ebenfalls nicht kommuniziert.

Google Cloud Platform

Als einer der Treiber des modernen Internets stellt Google 2011 die Google Cloud Platform zur Verfügung. Google punktet hier mit IAAS-Diensten und einer hervorragenden App-Engine. Als „jüngster“ Anbieter von diesen Diensten generiert Google hier derzeit 3,4 Milliarden USD.

Damit wurden in Summe etwa 23,4 Milliarden USD umgesetzt, erwartet werden für 2018 sogar 45 Milliarden. Dies nicht zwangsläufig nur durch einen real vorhandenen Bedarf sondern durch aggressives Marketing und fast automatisches Bundling von Cloud-Diensten in fast jedes Kunden-Agreement. Dies nennt sich dann „Bedarf erzeugen“. Der Plan geht soweit auf, der Kunde, der Cloud-Dienste mit erwerben muss macht sich zwangsläufig Gedanken um die Nutzung seines Investes.

Hinsichtlich der Dienste sind die Anbieter durchaus vergleichbar – hinsichtlich Technologien und Metriken wird es sehr kompliziert.

Google AWS Azure
Google Compute Engine Amazon EC2 Azure Virtual Machines
Google App Engine AWS Elastic Beanstalk Azure Cloud Services
Google Container Engine Amazon EC2 Container Service Azure Container Service
Google Cloud Bigtable Amazon DynamoDB Azure Cosmos DB
Google BigQuery Amazon Redshift Microsoft Azure SQL Database
Google Cloud Functions Amazon Lambda Azure Functions
Google Cloud Datastore Amazon DynamoDB Cosmos DB
Google Storage Amazon S3

Azure Blob Storage

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